Bundesverkehrsminister besucht Daxweiler: Lärmschutz und Ortsdurchfahrt im Fokus

14. März 2026

Auf Ein­ladung von MdL Dr. Hel­mut Mar­tin kam Bun­desverkehrsmin­is­ter Patrick Schnieder nach Daxweil­er, um sich vor Ort ein Bild von den verkehrsrel­e­van­ten Prob­le­men der Gemeinde zu machen. Beson­ders im Mit­telpunkt standen die fehlen­den Lärm­schutz­maß­nah­men ent­lang der dreis­puri­gen Aus­baus­trecke sowie die Belas­tung der Orts­durch­fahrt bei Staus auf der A 61.

Aus Daxweil­er und der Region waren viele Bürg­erin­nen und Bürg­er auf die Auto­bahn­brücke gekom­men. Ver­bands- und Orts­ge­mein­der­atsmit­glied Klaus Mohr erläuterte dem Min­is­ter anschaulich die Sit­u­a­tion. „Hier ist Lärm­schutz drin­gend erforder­lich“, betonte er. Zwar sei dieser zuge­sagt, doch wann er umge­set­zt wird, bleibe unklar. Ob die bere­its gegosse­nen Fun­da­mente über­haupt passen, sei eine weit­ere offene Frage.

Nach dem Ort­ster­min lud Orts­bürg­er­meis­ter Claas Oster­loh ins Haus der Gemeinde ein. Hier berichtete er dem Min­is­ter und etwa 100 inter­essierten Per­so­n­en, darunter auch CDU-Gemein­de­ver­bandsvor­sitzen­der Mar­cus Kirschn­er vom Kirn­er Land, vom bish­eri­gen Schriftverkehr mit den Behör­den, der bis­lang unbe­friedi­gend ver­laufen sei. Anschließend mod­erierten Dr. Hel­mut Mar­tin und Klaus Mohr die lange Fragerunde. Haupt­the­ma war erneut der fehlende Lärm­schutz, zu dem Min­is­ter Schnieder zusagte, zeit­nah nach­hak­en zu wollen. Auch die Forderung nach ein­er Tem­pobeschränkung auf 100 km/h, um die Lärm­be­las­tung zu ver­ringern, will der Min­is­ter prüfen lassen.

Ein weit­eres zen­trales The­ma war die Verkehrssi­t­u­a­tion auf der Orts­durch­fahrt. Wenn sich Lkw im Eng­pass gegenüber­ste­hen, kommt der Verkehr oft stun­den­lang zum Erliegen. Orts­bürg­er­meis­ter Strauß aus Wald­lauber­sheim wies darauf hin, dass ähn­liche Prob­leme auch andere Gemein­den betr­e­f­fen. Schnieder kündigte an, seine Fach­leute prüfen zu lassen, wie die Bedarf­sum­leitung kün­ftig verbessert wer­den kann.

Auch die Reak­tivierung der Hun­srück­bahn für den Per­so­n­en­verkehr wurde disku­tiert. Während Albrecht Weil aus Stromberg dies für erstrebenswert hielt, wies Linus Lors­bach aus Gulden­tal auf die finanziellen Gren­zen hin. Min­is­ter Schnieder erk­lärte, dass poli­tis­che Entschei­dun­gen stets ein Abwä­gen zwis­chen ver­schiede­nen Inter­essen erfordern und dass aus der Region ein klar­er Wille erkennbar sein müsse. Dann könne der Bund eine Reak­tivierung mit bis zu 90 Prozent fördern.

Zum Abschluss dank­te MdL Dr. Hel­mut Mar­tin dem Min­is­ter für seinen Besuch und über­re­ichte ihm ein kleines Präsent. Orts­bürg­er­meis­ter Oster­loh bat ihn, sich in das Gold­ene Buch der Gemeinde einzu­tra­gen. Auch die Besuch­er hat­ten anschließend die Gele­gen­heit, sich zu verewigen.

Den Artikel vom Öffentlichen Anzeiger vom 19.03.2026 kön­nen Sie hier lesen.

Auf der Auto­bahn­brücke in Daxweil­er: Min­is­ter Patrick Schnieder, Klaus Mohr, MdL Dr. Hel­mut Mar­tin, Orts­bürg­er­meis­ter Claas Oster­loh, Orts­bürg­er­meis­ter Strauß, Erste Beige­ord­nete Elke Stern sowie CDU-Gemein­de­ver­bandsvor­sitzen­der Peter Schmitt

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