Julia Klöckner zu Besuch bei der Trollmühle in Windesheim

2. September 2023

Hierzu veröf­fentlichte das Büro von Frau Klöck­n­er fol­gen­den Bericht (Zitat):

Wie sieht die Wasserver­sorgung in Zukun­ft aus? Julia Klöck­n­er erfuhr Neues bei der Trollmüh­le in Windesheim

- Werk­slei­t­erin Rika Glöde berichtet von vie­len Her­aus­forderun­gen: Kli­maverän­derun­gen, steigen­der Wasserver­brauch und Sicher­heit­saspek­te

- Ver­sorgung von rund 42 000 Men­schen und Ressourcenscho­nung wer­den aufwendi­ger

(v. li. n. re.:) Volk­er Stern, Elke Stern, Peter Schmitt, Julia Klöck­n­er, Michael Cyf­ka, Rika Glöde und Edwin Bootz

Es geht um die Ver­sorgung viel­er Gemein­den und 2,4 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Trinkwass­er im Jahr. Eine her­aus­fordernde Auf­gabe, die Werk­slei­t­erin Rika Glöde vor eini­gen Monat­en über­nom­men hat. Nicht nur angesichts der immer länger andauern­den Trock­en­pe­ri­o­den sieht sich das 33-köp­fige Team vie­len Her­aus­forderun­gen aus­ge­set­zt. Die heimis­che Bun­destagsab­ge­ord­nete und wirtschafts-poli­tis­che Sprecherin der Unions­bun­destags­frak­tion, Julia Klöck­n­er MdB, stand mit Rika Glöde auf­grund einiger Bürg­er­an­fra­gen das The­ma Wasserver­sorgung betr­e­f­fend in Kon­takt. Das nahm sie zum Anlass, den Zweck­ver­band Wasserver­sorgung Trollmüh­le zu besuchen, um mehr über die aktuellen The­men und Auf­gaben zu erfahren. Auch Orts­bürg­er­meis­ter Volk­er Stern, die Erste Beige­ord­nete Elke Stern, Ver­bands­bürg­er­meis­ter Michael Cyf­ka und CDU-Ver­bands­ge­meinde-vor­sitzen­der Peter Schmitt hat­ten Fra­gen an die Werk­slei­t­erin sowie ihren Wasser­meis­ter Edwin Bootz, der seit 1991 im Haus ist und wohl jedes Wasser­rohr der Region ken­nt.

Der Zweck­ver­band ver­sorgt rund 42 000 Bürg­erin­nen und Bürg­er rund um die Uhr mit Trinkwass­er, das nach ein­er Teil-Auf­bere­itung im Ver­sorgungs­ge­bi­et über rund 550 km Leitungsnetz auf rund 14 700 Hau­san­schlüsse verteilt wird. 220 Ein­wohn­er kom­men auf einen Quadratk­ilo­me­ter. Das bedeutet, dass man sowohl Wass­er als auch die Tech­nik in die bre­ite Fläche brin­gen muss.

Ein wichtiger Punkt ist das The­ma Energie­m­an­age­ment. Es geht um das Erken­nen von Poten­tialen zur Energieeinsparung und deren wirtschaftlich­er Umset­zung. Die Trollmüh­le sieht sich hier sehr gut aufgestellt. Zur Kon­trolle der Effek­tiv­ität aller Maß­nah­men dient die Energieleis­tungskenn­zahl EnPI. Seit Auf­nahme des Energie­m­an­age­ments vor zehn Jahren hat sich diese durch die umge­set­zten Maß­nah­men um rund 12 Prozent verbessert. Es wer­den also je geförderten Kubik­me­ter Trinkwass­er mehr als 12 % weniger Energie aufgewen­det. Das bedeutet natür­lich auch große Kosteneinsparun­gen: Rund 83 000 Euro jährlich gegenüber 2013. Und auch für die Strom­s­teuer bedeutet dies eine jährliche Rück­zahlung von rund 40 000 Euro.

Auch, wenn die Wasserver­sorgung in der Region sichergestellt ist, Sor­gen bere­it­et der Werk­slei­t­erin der Trend zum steigen­den Wasserver­brauch, der seine Ursache auch im verän­derten Kli­ma hat. Zunehmende Tem­per­a­turen, eine Ver­schiebung der Nieder­schläge und sink­ende Grund­wasserneu­bil­dung führen zu hohen Wasserver­bräuchen und Spit­zlast­be­dar­fen. Wichtig sei daher, das Bewusst­sein der Bevölkerung für den Wert der Ressource Wass­er zu steigern. Stich­wort Eigen­ver­ant­wor­tung – jed­er kann und muss den eige­nen Wasserver­brauch hin­ter­fra­gen. Viele seien hier sehr nach­läs­sig, da der Preis für Wass­er angesichts sein­er Bedeu­tung noch sehr gün­stig sei. Aktuell liegt dieser bei 2,37 Euro pro m³. Ver­schiedene Kosten­mod­elle, wie man sie auch auf dem Strom­markt hat, kön­nten hier ein Weg sein, um Anreize zum Eins­paren zu set­zen. So zum Beispiel über Som­mer- und Win­ter­preise, Stan­dard­preise oder Tar­if­mod­elle. Ver­brauch­er soll­ten ihren Kosten­stand bess­er kon­trol­lieren und erken­nen kön­nen, wie sich ihre Wassere­insparung unmit­tel­bar auf ihren Geld­beu­tel auswirkt.

In der Trollmüh­le hat man die Erfahrung gemacht, dass Kinder beson­ders empfänglich für die Kost­barkeit der Ressource Wass­er sind. „Regelmäßig sind daher Kita-Grup­pen und auch Schulk­lassen zu Besuch, um mehr über die Trinkwassergewin­nung und die kom­plex­en Wege zu erfahren, die Wass­er nimmt, um dann zuhause aus dem Hahn zu kom­men“, so Julia Klöck­n­er. Das kommt es dann auch vor, dass es die Kleinen sind, die ihre Eltern ermah­nen, den Wasser­hahn zuzu­drehen.

Aktuell größtes Pro­jekt für Rika Glöde und ihr Team: Die Sicherung der Wasserver­sorgung mit dem neuen Tief­brun­nen in Lauben­heim. Die Inbe­trieb­nahme des mehr als 260 Meter tiefen Brun­nens ist noch für diesen Monat geplant.

Angesichts der kri­tis­chen welt­poli­tis­chen Lage spielt auch bei einem eher kleinen Ver­sorg­er wie der Trollmüh­le das The­ma Cyberan­griffe eine große Rolle. Dem begeg­net man mit einem stets angepassten Krisen­man­age­ment und der Schaf­fung von IT-Sicher­heit. Und auch die Frage, wie man Fachkräfte gewin­nt, ist in Windesheim aktuell. Zwar sei man derzeit noch in kein­er kri­tis­chen Phase, aber die Bewer­ber­lage verän­dert sich. So sei vor allem die Suche nach motivierten Auszu­bilde­nen eine Her­aus­forderung.

„Die wasser­wirtschaftlichen Zusam­men­hänge sind sehr kom­plex und die Her­aus­forderun­gen der Wasserver­sorgung in Zukun­ft kön­nen wir nur gemein­sam lösen“, so Julia Klöck­n­er MdB nach dem Besuch, bei dem auch betont wurde, wie wichtig es sei, dass die Wasserver­sorgung in öffentlich­er Hand, also der Zuständigkeit der Kom­munen bleibt, und sich keinem Wet­tbe­werb aus­ge­set­zt sieht.” (Zita­tende)

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner