Kennenlern-Treffen in Waldlaubersheim

27. Februar 2026

Der CDU-Ortsver­band Windesheim und der CDU-Gemein­de­ver­band hat­ten zu einem Ken­nen­lern-Tre­f­fen nach Wald­lauber­sheim ein­ge­laden. Der Vor­sitzende des CDU-Gemein­de­ver­ban­des Lan­gen­lon­sheim-Stromberg, Peter Schmitt, die Erste Beige­ord­nete Elke Stern und Orts­bürg­er­meis­ter Torsten Strauß kon­nten bei strahlen­dem Wet­ter weit über 30 Gäste auf dem „Vik­to­ri­aplatz“ willkom­men heißen.

Zum Rundgang waren unter anderem gekom­men: der CDU-Land­tagskan­di­dat Dr. Hel­mut Mar­tin, MdL, aus der Ver­bands­ge­meinde die Orts­bürg­er­meis­ter Volk­er Stern (Windesheim) und Hel­mut Hön­ing (Roth), die CDU-Ortsvor­sitzen­den Astrid Baumgärt­ner (Lan­gen­lon­sheim) und Jür­gen Schwarz (Rüm­melsheim-Burg-Layen/­Dor­sheim) sowie die ehe­ma­lige Stadt­bürg­er­meis­terin von Stromberg Klar­in Her­ing.

Nach der Begrüßung durch Elke Stern erläuterte Torsten Strauß die Bedeu­tung des Vik­to­ri­aplatzes mit dem Bürg­er­meis­ter­büro in der „Alten Schule“, den gemein­deeige­nen Verkauf­sstän­den bei Ver­anstal­tun­gen auf dem Platz und dem angren­zen­den Gemein­dezen­trum. Wald­lauber­sheim zählt heute knapp 900 Ein­wohn­er; der Indus­triepark bietet inzwis­chen über 800 Arbeit­splätze.

Erste Sta­tion des Rundgangs war das Feuer­wehrhaus – eigentlich eine Garage –, das den heuti­gen Anforderun­gen nicht mehr genügt. Die Gruppe wurde zu der als wahrschein­lich­er Stan­dort gel­tenden Frei­fläche „Im Pfar­rgarten“ neben der Kirche geführt. Derzeit wird ein Neubau des Feuer­wehrhaus­es geprüft.

Auf dem Weg dor­thin machte Torsten Strauß auf die Rep­lik eines stein­er­nen Kreuzes aufmerk­sam, das – so wird ver­mutet – von einem Grab eines Kreuzrit­ters stam­men kön­nte. Das Orig­i­nal ste­ht im Freilicht­mu­se­um Bad Sobern­heim.

Dann ging es zum Fried­hof, dessen Neugestal­tung nahezu abgeschlossen ist. Ziel war es, ihn attrak­tiv­er zu gestal­ten und ver­schiedene Bestat­tungs­for­men zu ermöglichen. Es wur­den ursprüngliche Wege saniert, neue Ter­rassen angelegt, ein „Fried-Wein­berg“ sowie neue befes­tigte Pfade zu den Urnen­gräbern und Urnen­ste­len geschaf­fen. Die Kosten wer­den sich auf über 400.000 Euro belaufen, wovon 150.000 Euro vom Land gefördert wer­den. Die Fer­tig­stel­lung des Fried­hofs mit den noch fehlen­den Grün­flächen wird in diesem Früh­jahr mit Span­nung erwartet.

Weit­ere Sta­tio­nen des Tages waren der natur­na­he Spielplatz „Im Wäld­chen“, der rege von Jung und Alt – sog­ar aus Nach­barge­mein­den – genutzt wird, sowie anschließend die evan­ge­lis­che Mar­tin­skirche mit ihrer Stumm-Orgel und dem dreistöck­i­gen Glock­en­turm. Die Ursprünge des Gotte­shaus­es, seit 1991 auch Auto­bahnkirche, reichen bis ins Jahr 1190 zurück.

Beson­ders beein­druckt zeigten sich die Besuch­er anschließend vom his­torischen Schlosshof mit dem ehe­ma­li­gen Amt­shaus der „Her­ren von Scho­nen­burg“. Das 1584 errichtete Gebäude gilt als das älteste noch erhal­tene Haus in Wald­lauber­sheim. Prä­gend für das Ensem­ble ist vor allem der markante Hoftor­bo­gen aus dem Jahr 1584, der dem Anwe­sen seinen charak­ter­is­tis­chen Aus­druck ver­lei­ht und die Geschichte des Ortes bis heute sicht­bar macht.

Fotos: aus Home­page Wald­lauber­sheim und von pri­vat

Am Schloßhof erfuhr die Gruppe auch von ein­er beson­deren Tra­di­tion in Wald­lauber­sheim, die sich in vier Zün­ften wider­spiegelt. Seit Jahrhun­derten sind die Oberzun­ft, die Unterzun­ft, die Hin­terzun­ft und die Schweiz­erzun­ft fes­ter Bestandteil des örtlichen Gemein­schaft­slebens. Sie gehen nicht auf Beruf­s­grup­pen son­dern auf die ursprüngliche Gliederung des Ortes nach sein­er Lage zurück. Sie ver­ste­hen sich bis heute als Zusam­men­schlüsse der jew­eili­gen Dorf­bere­iche. Dabei übernehmen sie Auf­gaben im Sinne ein­er organ­isierten Nach­barschaft­shil­fe. Die Leitung obliegt jew­eils einem Zun­ft­meis­ter, der im hal­b­jährlichen Tur­nus wech­selt.

Zum Abschluss kehrten die Gäste in die Straußwirtschaft von John Paulus ein. Trotz der großen Enge entwick­elte sich wegen der Laut­stärke allerd­ings nur in kleineren Grup­pen ein reger Aus­tausch – ins­beson­dere für Dr. Mar­tin, der den Besuch im Wahlkampf­modus für Gespräche nutzte.

Rück­blick­end bot dieses Ken­nen­lern-Tre­f­fen ins­ge­samt einen sehr inter­es­san­ten und infor­ma­tiv­en Ein­blick in die Entwick­lung der Orts­ge­meinde Wald­lauber­sheim.

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