Julia Klöckner besucht „Therapiehunde Lebensfreude“ e.V. in Langenlonsheim
„Wir geben mehr als Pfötchen“ – das Motto des Vereins Therapiehunde Lebensfreude e.V. beschreibt treffend das Engagement der ehrenamtlichen Mensch-Hund-Teams. Gemeinsam mit dem CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Peter Schmitt besuchte die Wahlkreisabgeordnete und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner den Verein in Langenlonsheim und informierte sich über die Vereinsarbeit, die Ausbildung der Teams und die politischen Rahmenbedingungen für deren Einsatz.
Der 2012 gegründete Verein zählt 97 Mitglieder, darunter 37 aktive Mensch-Hund-Teams und sechs Teams in Ausbildung. Rund 5.500 Einsätze haben die Teams in den vergangenen acht Jahren absolviert. Sie sind unter anderem in Schulen, Kindergärten, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Hospizen und bei Hausbesuchen im Einsatz.
„Hier wird ein Ehrenamt gelebt, das unmittelbar bei den Menschen ankommt. Die Teams schenken Zeit, Nähe, Aufmerksamkeit und Lebensfreude“, zeigte sich Julia Klöckner beeindruckt.

Voraussetzung für die Einsätze ist eine rund elfmonatige Ausbildung mit Theorie, Praxis sowie Zwischen- und Abschlussprüfungen. Entscheidend ist dabei nicht die Rasse, sondern das Wesen des Hundes: Er muss offen, ruhig und auch in ungewohnten Situationen zuverlässig sein. „Mensch und Hund lernen dabei, aufeinander zu achten und einander zu vertrauen“, erläutert Carmen Oehler, Erste Vorsitzende des Vereins.
Positiv bewertet sie zudem die in einigen Verbandsgemeinden bestehende Befreiung von der Hundesteuer für Therapiehunde. „Diese Hunde und ihre Halter leisten gemeinsam eine gesellschaftlich wertvolle Arbeit, und das überwiegend ehrenamtlich.“
In Deutschland gibt es bislang keine einheitliche staatliche Zertifizierung für Therapiehunde-Teams. Julia Klöckner will deshalb prüfen, welche Modelle einer anerkannten Zertifizierung und Qualitätssicherung aus Österreich und der Schweiz auf Deutschland übertragbar sein könnten. Auch Ausnahmeregelungen für entsprechend zertifizierte Teams in Krankenhäusern, insbesondere auf Kinderstationen, sollten aus ihrer Sicht geprüft werden.
„Die 37 aktiven Teams zeigen, was aus der besonderen Verbindung zwischen Mensch und Hund entstehen kann. Dieses Engagement verdient Anerkennung und gute Rahmenbedingungen. Sie geben tatsächlich mehr als nur Pfötchen“, so Julia Klöckner nach dem Besuch.
Dies schrieb der Öffentliche Anzeiger am 19.08.2026 über den Besuch der Therapie-Hunde.
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